JA Garsten – Helmut Frodl drängt es in die Freiheit

Das war Fritz Köberl, nachdem er Helmut Frodl in einer Budapester Wohnung getroffen hatte: In 17 Teile zerschnitten und auf 5 Müllcontainer verteilt. (Foto: Blaulicht und Graulicht)

(Wien, im August 2008) Einen österreichischen Häftling drängt es derzeit in die Freiheit: Helmut Frodl.

So sehr man immer für bedingte Entlassungen eintritt. Es gibt Ausnahmen. Dieser Fall liegt doch anders. Man hat einen zynischen Häftling, der in der JA Garsten (OÖ) einsitzt. Ein Häftling, heute 51 Jahre alt, der „durchtauchen“ will und sich „der Wissenschaft“ verschreibt, Seminararbeiten, Diplomarbeiten und bald eine Dissertation schreiben will (Theologie), aber auf eines vergisst: Dass er gefälligst einmal über eine Untat reden sollte.

Ohne Maulkorb?

Er hat „sich einen Maulkorb“ verhängt. Sagt einer, der früher bei der ORF-Sendung „Ohne Maulkorb“ arbeitete. Mit Medien reden würde seine „Resozialisierung“ hemmen, sagt er. Welche Resozialisierung? Eine, die aus Schweigen besteht? Ein Häftling, der nicht über seine Untat spricht, muss so lange über diese nachdenken, bis er Worte dazu findet. Alles andere ist lächerlich.

Helmut Frodl soll sich noch ein Jahrzehnt in Büchern vergraben. Das ändert nichts an seiner zynischen Einstellung zum Leben. Er kann noch drei Magistertitel machen. Ein Buchgelehrter (Anstaltsbücherei) ist noch kein Lebenstüchtiger.

Inakzeptabel: Frodl schweigt zum Fall bis heute

Frodl hat beim Prozess am 22. Dezember 1993 am Landesgericht Wien kein Geständnis abgelegt. Stattdessen erzählte er eine verrückte Agentengeschichte. Diese hat er im Buch „Außer Kontrolle“ (1993) sogar niedergeschrieben. Er lebte in einer Phantasiewelt.

Möglicherweise lebt er heute in der Realität. Aber: Ein Häftling hat keine Berechtigung aus einer lebenslangen Haftstrafe bedingt entlassen zu werden, wenn er nicht offen über seine Tat spricht. Und das tut Frodl nicht.

Frodl ist ein unverbesserlicher Zyniker

Er mag von Wiener Medien hofiert werden. Diese Journalistenkollegen aus früheren Zeiten sollen sich gut das obenstehende Bild intensiv und lange betrachten. Das war der Wiener Tonstudiobesitzer Fritz Köberl, nachdem er auf Helmut Frodl in einer Budapester Wohnung getroffen war. Das Bild stammt von der Budapester Kriminalpolizei und liegt dem Journal in DIN A4 Größe exklusiv vor. Es ist hier nur verkleinert veröffentlicht.

Und dazu hat Helmut Frodl nichts, über 16 Jahre lang nichts zu sagen? Wie schwach für einen Magister der Theologie! Es bleibt zu hoffen, dass Frodl solange in der Justizanstalt Garsten bleibt, bis ihm zu diesem Bild etwas Sinnvolles einfällt.

Marcus J. Oswald (Ressort: Justizanstalten, JA Garsten, Lebenslang)

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