Fachbeitrag zu Haft und Krankheit – im Café Blaulicht!

Dose wieder voll - Roland Friis

(Wien, im August 2010) Der Wiener Strafverteidiger Roland Friis arbeitet an einem Comeback auf Revers und daher holen ihn diese Seitenzyklen wieder ins Spiel zurück.

Sein Psychiatrieaufenthalt im Juni (der Anwaltskollege Wolfgang Haas ließ in „einweisen“) ist Geschichte. Er hat eine Erholung hinter sich. Am Knappenhof hat er pro Tag so viel Geld verpulvert, wie der Herausgeber einmal im Monat Wohnungsmiete zahlt. Doch Geld spielt bei Anwälten keine Rolle. Ob er die Zeit auch zum Nachdenken genutzt hat, weiß nur er. Ob sein Schreibstil besser geworden ist, wissen nur Richter, die seine Eingaben lesen.

Für diese Webseite reicht sein Stil nicht. Es ist der typische Juristenstil, Volksschul-Deutsch ohne Esprit und sprachliche Handfertigkeit, ohne Schwung, in enger Copy-Paste-Vertrautheit mit der RIS-Datenbank. Ein Blocksatz Gesetzestext schnell kopiert, ein paar klug klingende Satzerl als Eigenes dazu und fertig. Wie gesagt: Es mag für Richter reichen. Für Leser eines unabhängigen Online-Magazins reicht es nicht.

Dürftiger Juristenstil

Vier Beiträge hat er 2008 zur Verfügung gestellt. Darunter der Artikel über „Haft und Krankheit“. Er ist zugegeben brustschwach geschrieben. Aus der neuen Entwicklung um Elsner weiss man, dass auch 15 Enthaftungsanträge nicht reichen, wenn Umstände und Konstellationen wie U-Haft, kein rechtskräftiges Urteil, zu lange Gesamthaft (12 Jahre aus zwei Urteilen) vorliegen. Friis schaffte in seiner „Karriere“ genau eine vorzeitige Entlassung eines Häftlings: Dieser starb wenige Monate nach der Entlassung an seiner Krankheit Krebs.

Der Gastbeitrag, den er zum Thema „Krankheit und Haft“ schrieb, umreisst die Sachlage auf Einsteiger-Niveau wirklich nur grob und ist für Neuleser geeignet, ohne zu überfordern. Er ist im „Café Blaulicht“ Interessierten wieder zur Verfügung gestellt.

Das weder als Reminiszenz oder Neuauflage. Es besteht zu diesem Strafverteidiger kein Kontakt mehr, da es „unüberbrückbare Differenzen“ – wie man so schön sagt – in Lebensstilfragen gibt. Wer nicht authentisch lebt, denkt und spricht, hat beim Journalmacher keine Chance.

Marcus J. Oswald (Ressort: Justizanstalten)

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