Werner Neymayer bereitet 2. Wiederaufnahmeantrag vor

(Wien, im Oktober 2008) Am 14. Oktober 2005 wurde Werner Karl Neymayer, 42, am Landesgericht Wien (221 Ur 272/04d, 432 Hv 1/05y) wegen Mordes durch Sprengfalle auf der Wiener Höhenstraße zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein zweistündiges Telefonat am 29. September 2008 mit seiner Gattin ergab eine Neuigkeit: Diese Woche (KW 41/08) soll ein neues Sprenggutachten erstellt werden. Das Fachgutachten dient dazu, entlastende Beweise gegen den Gutachter im Hauptverfahren Anton Eder zu finden, der vom Innenministerium bestellt war.

Bringt neues Sprenggutachten neues Spurenbild?

Das neue Gutachten erstellt der Oberst im Bundesministerium für Landesverteidigung, Dipl. Ing. Dr. Bernhard Schneider aus Mödling. Gutachter Schneider baut nun mit einem Dummy (menschengroße Puppe) die Situation der Explosion im Auto noch einmal nach und will daraus das Spurenbild erkennen. Schon jetzt sind Neymayer und seine Gattin davon überzeugt, dass in diesem privaten Sprengversuch neue entlastende Elemente herauskommen, die als „nova producta“ für einen zweiten Wiederaufnahmeantrag im Mordverfahren ausreichen. Zu Beginn der nächsten Woche ist mit Ergebnissen zu rechnen. Garsten-Häftling Neymayer will noch dieses Jahr seinen zweiten Wiederaufnahmeantrag einbringen.

Erste Wiederaufnahme im Juni 2008 abgewiesen

Der erste Wiederaufnahmeantrag wurde vom OGH mangels „nova producta“ am 6. Juni 2008 jedoch abgelehnt. Er wurde durch den Linzer Anwalt Christian Hadeyer von der Societät „Law Firm Linz“ am 2. Juli 2007 formal professionell und auf 12 Seiten (Download unten) eingebracht. Nach Abweisung des Antrags trennte sich Werner Neymayer im Juli 2008 „auf Grund von Vertrauensverlust“ (Law Firm hatte den Akt Peter Römer gegeben) von seinem Anwalt und wird nun durch den Steyrer Anwalt Dr. Christoph Rogler vertreten. Zwischenzeitlich gewann Wiener Medienanwalt Dr. Michael Rami eine Klage gegen „News“, was dem Häftling 3.000 Euro einbrachte.

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DOWNLOAD: 1. WIEDERAUFNAHMEANTRAG von Werner NEYMAYER
(Datum: 2. Juli 2007 – OGH-Abweisung: 6. Juni 2008)

(Format pdf, 115 kb, 12 Druckseiten)
DOWNLOAD folgt

Marcus J. Oswald (Ressort: Justizanstalten, JA Garsten)

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