14 Millionen Dollar Haftentschädigung für Thompson

(Wien/New Orleans, im Februar 2007) Es ist wohl die höchste Haftentschädigung in der westlichen Welt, die für ungerechtfertigten Staatsgewahrsam einem ehemaligen Insassen einer Todeszelle zugesprochen wurde.

John Thompson wurde 1984, in dem nicht George Orwells Roman geschrieben wurde, aber die olympischen Sommerspiele in Los Angeles stattfanden, wegen eines angeblichen Morddelikts zum Tod verurteilt.

Bis 1999 saß er in der Todeszelle und in letzter Woche vor der Hinrichtung kamen neue Beweise zu Tage.

18 Jahre umsonst gesessen

Auf Grund der neuen Beweislage wandelte der Richter die Strafe in „Lebenslänglich“ um. Eine Neuauflage des Strafprozesses brachte schließlich im Jahr 2002 einen Freispruch. John Thompson saß 18 Jahre hinter Gitter.

Jetzt erhielt er 14 Millionen Dollar Entschädigung. Die reale Stoff soll von Hollywoodproduzenten verfilmt werden. Im Gespräch sind Schauspieler wie Matt Damon (Bourne Identity, Ocean’s 11 ff., Good Will Hunting) und Ben Affleck (Armageddon, Pearl Harbor, Good Will Hunting) die die beiden Südstaatenanwälte darstellen sollen, die 15 Jahre für die Freilassung von Thompson kämpften.

Marcus J. Oswald (Ressort: Haftentschädigung)

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